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2011: Besuch aus Moskau

Moskau und Kirchberg–passt das denn?

Und ob das passt! Es ist nicht nur die Gemeinsamkeit, dass beide Städte, so unterschiedlich sie auch sein mögen, auf 7 Hügeln erbaut wurden. Da gibt es so vieles, was die Menschen dieser zwei Städte verbindet, davon konnten wir, die Schüler, Eltern und Lehrer der Dr. Theodor Neubauer  MS in Kirchberg, uns in den 9 Tagen des Aufenthalts unserer Moskauer Gastschüler und ihrer beiden Lehrerinnen  ein wirkliches Bild machen.

Und vielleicht hat der eine oder andere Kirchberger am 1. Adventswochenende fremde Laute auf unseren Straßen gehört - denn ein solcher Besuch bleibt in einer kleinen Stadt wie Kirchberg ja nicht unbemerkt.

Unsere Gäste wählten den Termin für ihren Besuch in Deutschland sehr bewusst, wollten sie doch die schöne Vorweihnachtszeit und die damit verbundenen Traditionen, die ja nirgendwo so lebendig sind, wie hier bei uns im Erzgebirge, kennen lernen und miterleben. Und so zeigten wir ihnen Seiffen und den Annaberger Weihnachtsmarkt. Nicht zu vergessen unsere kleinen, aber feinen Weihnachtsmärkte in der Region. „ Pyramidenanschieben“, wo das ganze Dorf auf den Beinen ist – das fanden unsere Gäste faszinierend.

Aber wir wollten natürlich auch unsere Kultur und Geschichte nahe bringen. Bei einem Besuch in der Landeshauptstadt Dresden machten wir die russischen Gäste mit der beeindruckenden Architektur und der großen sächsischen Geschichte bekannt.

Nach so viel Weihnachten und Kultur wurde es Zeit für ein bisschen  Natur – und die haben wir in und um Kirchberg vor der Haustür. Wir wanderten zum Pohlteich und auf den Borberg und hatten eine wunderschöne Aussicht vom Borbergturm. Das alles genoss unser Besuch sehr, war es doch eine ganz andere Welt als in Moskau – die schöne frische Luft, die hügelige Landschaft, Menschen, die nicht nur in Eile waren.

Und vor allem lernten die russischen Schüler unsere schöne Schule kennen. Sie waren begeistert von der freundlichen Atmosphäre,  den hellen Farben, der Ausgestaltung der Flure und Klassenzimmer. Neugierig waren sie, wie wohl der Unterricht aussieht. Sie nahmen teil an verschiedenen Unterrichtsstunden und konnten es selbst herausfinden. Unvergesslich werden wohl die ganz persönlichen Momente  mit unseren Schülern bleiben – einfach mal so auf dem Flur oder in den Klassen.

Zwei Gedanken äußerten unsere Gäste bei einem abschließenden „ Feedback“ immer wieder. Zum einen fanden sie es ganz toll, dass deutsche und russische Schüler so vieles nicht nur vormittags in der Schule, sondern auch am Nachmittag gemeinsam erlebt haben (wobei das absolute „ Highlight“ das Eislaufen in Schönheide war, hier gab es nicht russisch oder deutsch, hier waren wir wirkliche eins :-). Zum anderen war es das Leben, der Alltag in den Gastfamilien. Die liebevolle Aufnahme in den Familien, die Herzlichkeit, das Miteinander und die vielen Unternehmungen – das bleibt für sie in Erinnerung. Und deshalb möchten wir an dieser Stelle unseren Eltern ein ganz herzliches Dankeschön sagen. Nicht immer war es einfach. Da gab es viele kleine Dinge, die für die russischen Kinder anders oder neu waren, aber Sie, liebe Eltern, haben den Kindern das Gefühl gegeben, willkommen zu sein!

Doch alles, was schön ist (oder auch nicht) geht irgendwann zu Ende. Und wir dachten mit einem bangen Gefühl an den bevorstehenden Abschied.

Vorher verbrachten wir jedoch noch ein paar  Stunden in unserer Hauptstadt Berlin – waren im Berliner Dom (Deutsche Geschichte hautnah), sahen den Reichstag, den Kurfürstendamm und die berühmte Straße „Unter den Linden“ im Glanz von tausenden funkelnden Lichtern. Das waren nochmals so schöne, unvergessliche Momente für uns alle und ein Abschluss, wie er nicht besser hätte sein können.

Dann kam endgültig die Zeit, „Good bye“ zu sagen! Wir können mit Worten nur annähernd wiedergeben, welche Gedanken und Gefühle uns an diesem Donnerstagabend auf dem Flughafen Berlin-Tegel bewegt haben.

Was bleibt nun?

Es bleibt eine Schulpartnerschaft, die schöner nicht hätte beginnen können, Wir freuen uns schon jetzt auf all das, was kommen wird. Es bleibt für unsere Schüler das Verständnis für andere Kulturen, Menschen, Lebensweisen. Wie großartig haben unsere Kinder und Jugendlichen alle Anforderungen gemeistert. Auch für sie war es nicht immer leicht - die Betreuung der Gäste, Schule, Hausaufgaben, manchmal wenig Schlaf und keine Zeit für die Freunde.  Es bleiben persönliche Beziehungen und Freundschaften, der Blick über den „Tellerrand“ hinaus.

Und es bleibt die Gewissheit, dass sich die Arbeit und der Aufwand, die ein so umfangreiches Projekt nun mal erfordern, lohnen.

Ein Projekt dieser Art kann nur erfolgreich sein, wenn es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen und es unterstützen. So möchten wir vor allem unserer Schulleitung, Herrn Schubert und Frau Braumandl, für ihr Verständnis und die Unterstützung in jeglicher Form danken. Ebenso unserem Kollegium, welches in vielfältiger Weise dazu beigetragen hat, dass es unvergessliche Tage für unsere Gäste wurden. Herzlich bedanken möchten wir uns besonders bei unserem Bürgermeister, Herrn Becher. Herr Becher setzte sich nicht nur persönlich für unser Projekt ein und ebnete so manchen Weg- er fand auch noch die Zeit, die russischen und deutschen Schüler gemeinsam im Rathaus zu empfangen und über seine Arbeit zu berichten.

Des Weiteren ein Dankeschön an die vielen Helfer, die mit ihrer Arbeit zum Gelingen beigetragen haben: Herr und Frau Philipp, die Busunternehmen Joram und Vogt, das Reisebüro Otto&Schütz, der Verein der Kirchberger Bergbrüder und und und.

Der Alltag hat uns nun wieder, andere Aufgaben und Herausforderungen warten auf uns. Die schönen Augenblicke und Begegnungen der vergangenen Wochen aber werden sicher noch lange für uns lebendig bleiben.
A. Otto und A. Peuker

Kontakt

Oberschule
"Dr. Theodor Neubauer"

Dr.-Ziesche-Straße 1
08107 Kirchberg

Tel.: 037602 66359
Fax: 037602 18358